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Highlights & Tipps für deinen Besuch der Stadt

Hiroshima im Westen der Hauptinsel Japans verbinden wir vor allem als Ort des ersten Atombombenabwurfs, der tausende Menschen das Leben kostete. Die Stadt wurde dabei fast komplett zerstört und gelangte so zur traurigen Berühmtheit auf der ganzen Welt.

Daher sind wir mit einem mulmigen Gefühl in die Stadt gefahren. Wie viel würde man bis heute noch sehen? Wie lebt es sich in einer Stadt die zu achtzig Prozent von einer einzigen Atombombe zerstört wurde? Das wollten wir herausfinden und beschlossen bei der Reiseplanung unserer Japan Reise, dass aus geschichtlicher Sicht definitiv Hiroshima auf unserer Route liegen sollte.

Also machten wir uns auf in das neue Hiroshima, unserer letzten Station der Japan Rundreise.

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Geschichte: Hiroshima und der Atombombenabwurf

Am 6. August 1945 um 8.16 Uhr Ortszeit explodierte die erste Atombombe namens „Little Boy“, die jemals abgeworfen wurde, etwa 600 m über Hiroshima. Innerhalb einer Sekunde wurden 80 Prozent der Innenstadt durch die Detonationswelle zerstört. Bis in zehn Kilometer Entfernung entstanden durch die thermische Strahlung Feuer.

Ein unvorstellbares Ausmaß, das im Friedensmuseum ziemlich echt gezeigt wird. Geschätzt waren 70.000 – 80.000 Menschen sofort tot. Bei Menschen, die sich im Zentrum aufhielten, verdampften regelrecht die obersten Hautschichten. Viele Tausende starben danach aufgrund der freigesetzten nukleare Strahlung. Überlebende leiden noch heute unter den Spätfolgen der Strahlung.

Beim Abwurf wurden dreiviertel der Stadt komplett zerstört (Im Museum kannst du das Ausmaß gut erkennen). Drei Tage danach wurde über Nagasaki eine zweite Atombombe abgeworfen. Sechs Tage später kapitulierte Japan im 2. Weltkrieg.

Insgesamt starben bei diesem historischen Ereignis etwa 90.000 bis 166.000 Menschen. Die beiden Städte Hiroshima und Nagasaki gelangten dadurch zu trauriger Berühmtheit als Symbol für den Schrecken des Kriegs und eines möglichen Atomkriegs im Kalten Krieg.

Das moderne Hiroshima heute

Hiroshima empfing uns als moderne und ziemlich lebendige wieder aufgebaute Großstadt. Mehr als 1 Million Menschen leben wieder hier. Historische Orte und Denkmäler wie der Shukkeien-Garten und das Schloss wurden wieder errichtet. Viele tolle Restaurants und Bars sind entstanden.

Dazu wurde der Atomic-Bomb Dome als Mahnmal erhalten. Ein Friedenspark (Peace Memorial Park) mit Friedensmuseum mit der Flamme des Friedens wurden geschaffen. Alle diese Orte sind ein absolutes Muss bei einer Japan Reise

Übrigens ist die Befürchtung, dass Hiroshima noch heute eine hohe Strahlenbelastung aufweist unbegründet. Es wurde nachgewiesen, dass die Strahlung heute nicht höher ist, als an anderen Orten der Erde.

Sehenswürdigkeiten in Hiroshima

Die meisten Reisenden (wir gehören auch dazu) kommen nach Hiroshima, um den Friedenspark, den Atomic-Bomb Dome und das Museum zu besuchen. Trotzdem gibt es weitere sehenswerte Orte und Highlights, die du in Hiroshima ansehen musst.

Friedenspark

Der riesige und grüne 120.000 m2 große Friedenspark beherbergt das berühmteste Motiv Hiroshimas: Atomic-Bomb Dome und das Kinder-Friedensmonument. Auf demselben Areal befindet sich auch das Friedensmuseum „Peace Memorial Museum“ sowie die Flamme des Friedens und der Kenotaph, ein Monument, das die Namen aller bekannten Opfer enthält.

Ein alles in Allem beklemmender Ort. Ich habe nur einen Ort besucht, der noch mehr Emotionen ausgelöst hat: In Kigali das Genozid-Museum als Gedenkstätte des Völkermord.

Im Park brennt seit 1964 die Ewige Flamme des Friedens als Mahnmal. Sie erlischt erst dann, wenn es keine Atomwaffen mehr auf der Welt gibt. Ob wir das noch erleben?

Im Friedenspark von Hiroshima sind alle Mahnmale in einer Linie erbaut. Am Ende erblichst du den A-Bomb Dome (Atombombenkuppel).
Im Friedenspark von Hiroshima sind alle Mahnmale in einer Linie erbaut. Am Ende erblichst du den A-Bomb Dome (Atombombenkuppel).

Atomic-Bomb Dome (Atombombendom)

Die erste Atombombe der Menschheit detonierte in 600 m Höhe genau über dem Gebäude der Industrie- und Handelskammer. Das Gebäude brannte aufgrund der großen Hitze komplett aus. Trotzdem hielt das Gebäude der großen Druckwelle stand. Die Bewohner beschlossen, diese Atombombenkuppel als Mahnmal stehenzulassen. Die Ruine sind die einzigen Überreste der zerstörten Innenstadt.

1996 wurde die Gedenkstätte zum Weltkulturerbe erklärt. Besuche diesen und die anderen Orte des Friedensparks, um ein tieferes Verständnis für das durch den Weltkrieg und die Atomwaffen verursachte Leid zu erfahren.

Ich war tief ergriffen und hatte eine Gänsehaut. Die Erinnerung an die Zerstörung am damaligen Kern der Explosion ist hier sehr nah.

Friedensmuseum (Peace Memorial Museum)

Es gibt immer wieder Moment auf Reisen, wo es einem die Sprache verschlägt. Jeder hat diese Dinge schon gesehen, egal ob im 9/11 Museum in New York, in Kigali (Ruanda, Genozid), in Vietnam, Deutschland/Polen oder eben hier in Japan.

Immer wieder ist es wichtig, diese Museen und Mahnmale zu besuchen. Dadurch rufst du dir (und anderen) in Erinnerung, das sich diese grausamen Vorkommnisse in der heutigen Geschichte nicht wiederholen dürfen. 

Im Friedensmuseum wird die komplette Geschichte Hiroshimas, des Atombombenangriffs und dem Leben danach für die Besucher dargestellt. Es sind wirklich grauenvolle Dinge, die hier zu sehen sind. Wer hier nicht betroffen und geschockt ist, hat kein Herz.

Besonders ergreifend sind die vielen Relikte aus dieser Zeit, Fotos, Berichte von Zeitzeugen sowie die temporäre Ausstellung zur Stadtgeschichte. Dazu gibt es viele Filme, Schaubilder und Modelle, die den Abwurf der Atombombe behandeln. Dieses Museum musst du wirklich besuchen! Pflichtprogramm und wichtigste Sehenswürdigkeit.

Informationen zum Museum:

  • Eintritt: 200 Yen Erwachsene / Audioguide 400 Yen (empfehlen wir)
  • Informationen auf der Webseite ansehen
  • Alle Texte sind auch auf Englisch vorhanden
  • Im Museum gibt es freiwillige Guides, die Touristen gerne weiterhelfen.

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