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Reisebericht: Abenteuer Japan – 3 Wochen individuelle Rundreise

Wie wäre es mit einer Japan Rundreise? Die japanische Kultur scheint uns fremd und so ganz anders. Trotzdem ist alles irgendwie vertraut und strukturiert. Das musst du unbedingt erleben. Zwischen Wolkenkratzern und traditionellen Tempeln entdecke ich das Land bei einer längeren Rundreise von fast vier Wochen.

Abenteuer Japan: Highlights und die schönsten Orte unserer Rundreise 1

In kaum einem anderen Land trifft Moderne und Tradition so sehr aufeinander: Diesen Kontrast erlebe ich täglich auf unserer Reise. Modernste Bauwerke, ein toll funktionierendes öffentliches Nahverkehrsnetz und natürlich die super schnellen Shinkansen Züge. Im Gegensatz dazu erkunde ich uralte Tempel, sehe Geishas durch die Gassen Kyotos huschen, besuche japanische Gärten und entdecke diese großartige japanische Küche.

Herumreisen ist dank super schnellen Shinkansen und lokalen Zügen echt einfach. Dank dem Japan Rail Pass dazu sehr entspannt. Außerdem nutzen wir Busse, Fähren und natürlich die Metro. Wir essen uns durch Märkte und lokale japanische Spezialitäten. Wir testen einfach alles und können nicht genug davon bekommen.

Wir übernachten in Hotels, privaten Unterkünften und im traditionellen Ryokan. Wir erleben die Japanische Kirschblüte und sehen die Spitze des Mt. Fuji erst bei unserer Abreise. All das ist Japan. Wir lieben es ab dem ersten Moment!

Weitere Reiseberichte für Japan:

Ich hoffe, dass du mit unseren Tipps deine individuelle Japan Rundreise ganz stressfrei planen kannst:

Warum nach Japan reisen?

Japan ist anders und aufregend! Die Reise ist ein großes Abenteuer: High-Tech was das Zeug hält. Von beheizten sprechenden Klobrillen angefangen über Roboter, die mit euch sprechen oder Spielhöllen in Akihabara.

Mit den Shinkansen Schnellzügen („Bullet-Train“) gibt es die pünktlichsten Züge der Welt. Das Herumreisen ist nirgendwo so einfach wie im Land der aufgehenden Sonne.

Shinkansen Bullet Train
Die Shinkansen Züge werden aufgrund ihres Aussehens auch Bullet-Train genannt

Es gibt den heiligen Berg Fuji, den mal selten in voller Pracht sieht. In dieser Region um die Fuji-Seen beherrschen die Onsen den Alltag: Nichts ist entspannender als ein Bad in einer heißen Quelle. Achtung: Nur ohne Tattoo ist der Eintritt in öffentliche Onsen erlaubt.

Dann die „5. Jahreszeit“ Japans’ Hanami, die Kirschblüte. Schon Monate davor gibt es Prognosen, wann die Kirschblüten blühen. Ist es soweit, spielen alle verrückt. Feiern auf blauen Plastikdecken in Parks und knipsen Bilder was das Zeug hält. Für uns ein tolles Schauspiel!

Kanazawa Burg Kirschblüte Japan
Kanazawa Burg Kirschblüte Japan

Seid fasziniert von der Diszipliniertheit der Japaner: Immer brav Schlange stehen, nicht drängeln. Sogar zur Rush Hour in Tokios Metro. Sehr gut auch an der Shibuya Kreuzung in Tokio zu beobachten: Pro Ampelphase wechseln mehr als 15.000 Menschen gleichzeitig die Straßenseite. Sie ist die am meisten frequentierte Ampelkreuzung der Welt!

Dazu gibt überall diese kunstvoll verzierten Lampions, in seidene Kimonos gehüllte Geishas, die durch die Gassen huschen. Uralte Tempel und Burgen stehen fast in jeder Region. Alleine in Kyoto könnt ihr mehr als 1.600 Tempel besichtigen!

Nicht zu vergessen diese wunderschöne Landschaft aus Vulkanen, Kiefernwäldern, Seen und dem Meer. Je südlicher es geht, umso weicher, grüner und runder werden die Kuppen der Hügel.

Wir sind uns sicher: Japan wird auch euch in den Bann ziehen und total umhauen! Wir kommen wieder.

Route Japan Rundreise 21 Tage

Aufgrund der langen Anreise empfehle ich, mindestens 3 Wochen in Japan zu reisen. In 21 Tagen bekommst du die wirklich wichtigsten Highlights unter, die du bei einer ersten Reise ins Land der aufgehenden Sonne ansehen möchtest. Natürlich gibt es so viel mehr zu sehen.

Insgesamt 23 Tage waren wir mit An- und Abreise in Japan. Danach war ich wie „erschlagen“ von den vielen Eindrücken.

Diese Orte habe ich besucht

Tokio (4 Tage) – Hakone (1 Tag) – Kawaguchiko (Fuji Seen) – Kanazawa (2 Tage) – Kyoto (4 Tage) – Nara (1 Tag) – Osaka (2 Tage) – Himeiji Castle (als Zwischenstop) – Hiroshima (2 Tage) – Miyajima (Tagesausflug aus Hiroshima) – Tokio (1,5 Tage).

Alle weiteren Orte, die ich ansehen wollten (darunter Takayama und die Inseln von Okinawa), habe ich aus Zeitgründen auf den nächsten Trip geschoben.

https://www.google.de/maps/d/u/1/embed?mid=1Af1hVhnElI3nS1CIfb70LeWYkVMRQ7Rs

Tokio

(東京 oder Tōkyō)

Wir beginnen unsere Reise in der Hauptstadt Japans: Tokio. 35 Millionen leben hier in der Metropol-Region.

Am früher Nachmittag landen wir am Narita Flughafen außerhalb der Stadt und somit in einer anderen Welt.

Wir kommen in den ersten Tagen kaum aus dem Staunen heraus. Die Weltstadt Tokio hat viele Gesichter. Hinter jeder Ecke verbergen sich neue Eindrücke.

Tolles Essen, freundliche Menschen (außer chinesische Touristen, die nerven sehr) und aufregende Viertel. Jedes davon hat einen eigenen Charakter.

In Shibuya flackern Popstars und Werbung auf riesigen Leinwänden. In Akihabara können wir die neuesten technischen Errungenschaften ansehen. In Ginza ist alles protziger, denn im Banken- und Geschäftsviertel befinden sich die teuersten Läden.

Vier volle Tage erkunden wir Tokio. Stück für Stück.

Wir haben dabei:

  • sämtliche Aussichten auf die Metropole bestiegen
  • sind im kaiserlichen Palastgarten umhergewandert
  • viele Schreine und Tempel besucht
  • haben uns in der Rush Hour durch die U-Bahn gekämpft
  • Roboter „in Action“ gesehen
  • in Parks Japanern beim Feiern der Kirschblüte zugesehen
  • Bullet-Train Sushi getestet
  • in einer Izakaya (Kneipe) mit Locals gegessen und getrunken
  • ein Maid Café ausprobiert
  • in einer Spielhölle in Akihabara gezockt
  • den Ramen-Bestellautomaten bezwungen
  • Shibuya Crossing, die meist frequentierte Kreuzung der Welt, mit ca. 3.000 Menschen gleichzeitig überquert
  • haben die am meisten frequentierte Bahnstation der Welt Shinjuku (unabsichtlich) zur Rush Hour überlebt
  • einen tollen Antik Flohmarkt besucht
  • „Takeshita Dori“ eine völlig überfüllte Einkaufsstraße besucht (und natürlich eingekauft)
  • uns mit Matcha Eis belohnt
  • Crepe mit Cheesecake und Erdbeeren gegessen
  • und vieles mehr angesehen…

Stellen schnell fest, dass wir nicht alles schaffen und beschließen, am Ende der Reise nochmals einen ganzen weiteren Tag die Hauptstadt Japans zu erkunden.

Achtung: In Tokio gibt es zwei Flughäfen. Achtet darauf, an welchem ihr landet.

Weitere Tipps für Tokio:

  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: Mindestens 3 Tage, besser eine Woche oder länger.
  • Unterkunft: 1. Unterkunft: Airbnb (Akasaka), später Park Hotel Tokio (Minato)

Da Tokio riesengroß ist haben wir hier separate ausführliche Artikel geschrieben:

Das erste Mal Tokio? Unsere Tipps zur Reiseplanung
Diese Sehenswürdigkeiten in Tokio müsst ihr euch ansehen

Ausblick Tokio Roppongi Hills
Der Ausblick auf Tokio bei Nacht: Von den Roppongi Hills (Tower) haben wir gleich am ersten Abend einen tollen Blick auf SkyTree und das leuchtende Lichtermeer Tokios.
Eine Schüssel Ramen in Tokio nach Tonkotsu Art
Eine Schüssel frische Ramen Suppe nach Tonkotsu Art mit Ei

Hakone

Kaum aus Tokio heraus werden wir eiskalt von einer Schlechtwetter-Front erwischt. Als wir den Shinkansen nach Hakone betreten sind wir noch sehr euphorisch: Wir möchten den heiligen Mt. Fuji in traumhaften Landschaften erblicken.

Je näher wir Hakone kommen, desto dunkler wird der Himmel. Es wird kalt. Von den sommerlichen 26 Grad in Tokio landen wir bei 10 Grad und einem eiskalten Wind. Wir haben Glück, dass die Gondeln überhaupt noch auf den aktiven Vulkan Owakudai fahren. Dank den Gondeln können wir direkt über Schwefelfelder fahren, die vom inneren des Vulkans an die Oberfläche strömen.

Das Highlight auf dem „Gipfel“: in Schwefel gekochte Eier, deren Schale sich beim Kochen mit Schwefel schwarz verfärbt. Schmecken tun die Eier völlig normal. Man sagt, pro Ei lebe man sieben Jahre länger. Wir werden es sehen.

Danach geht es wieder hinab zum Ashi-See. Über den Kratersee im Fuji-Hakone-Izu-Nationalpark fahren Boote. Da Asiaten gerne auf ausgefallene Dinge stehen sind dies keine normalen Boote sondern Piratenschiffe! So geht es von Togendai ans ander Ufer nach Hakone-Machi.

Leider hat auch hier das Wetter nicht mitgespielt und statt traumhaft schöne Ausblicke auf den Mt. Fuji gibt es nur Nebel.

Ein Besuch der Dörfer (Moto-Hakone und Hakone-Machi) am See, einen Nachbau des letzten Checkpoints vor Tokio (Hakone Sekisho) und einen wunderschönen Torii Schrein samt Hakone-jinja Tempel besuchen wir hier zu Fuß.

Der Torii Schrein im Wasser ist ein beliebtes Fotomotiv, darum müsst ihr hier mit einer Schlange rechnen. Wir besuchen den dazu gehörigen Tempel Hakone-jinja und gehen zu Fuß zurück nach Moto-Hakone.

Die Busse sind komplett überfüllt. So verpassen wir fast den letzten zurück zur Unterkunft. Habt die Zeit im Blick!

Am Abend das eigentliche Highlight: Ein Bad im privaten Onsen. Unsere Unterkunft, das Fuji-Hakone Guest House hat ein Innen- und Außen-Onsen, in welchem man für 30 Minuten alleine entspannen kann. Ein besseres Ende des Tages gibt es nicht. Einfach super!

Am nächsten Morgen bekommen wir eine private Führung der Region von unserem Gastgeber.

Danach geht es mit Bussen nach Kawaguchi-ko an einem der fünf Fuji-Seen. Die nächste Chance, einen Blick auf diesen Berg zu erhaschen …!?

Weitere Tipps für Hakone

  • Unterkunft: Fuji Hakone Guest House mit privatem Onsen (für alle tattoowierten eine super Alternative zu öffentlichen Onsen)
  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: 1 – 2 Tage (je Wetter)
  • Anreise: Mit dem Shinkansen und Japan Rail Pass: Tokaido Linie bis Odawara. Umsteigen in Hakone-Tozan-Linie bis zur Odinawa Station. Ab hier mit T Bus ca. 50 Minuten weiter zum Fuji Hakone Guest House.
  • Hakone Free Pass kaufen: Somit fahren wir kostenlos ab der Odinawa Station, auch Seilbahn, Piratenboot und Bus.
Vulkan Owakudai Hakone
Die vulkanischen Aktivitäten an der Mittelstation des Owakdai (1044 m) sind sehr hoch. Hier seht ihr den stinkenden Schwefeldampf.
Torii Lake Ashi Hakone-jinja
Der Torii des Tempel Hakone-jinja am Lake Ashi.

Fünf Fuji-Seen (Kawaguchiko)

(河口湖)

Die Fuji Five Lakes ermöglichen vor allem eins: die besten Blicke auf den Fuji. Leider nicht an unserem Besuch. Zwei Nächte sind wir in Kawaguchi-ko und stellen fest, dass dieser Blick sich als schwieriges Vorhaben erweist. Es ist neblig, regnet immer wieder und vom frühlingshaften Wetter in Tokio spüren wir hier nichts mehr. Es ist kalt geworden.

Die Fünf Fuji Seen wären vermutlich nur halb so beliebt, wenn nicht nördlich der Vulkan Fuji – höchster Berg Japans – liegen würde. Mit seiner gewaltigen Höhe von 3.776,24 Metern überragt er die Landschaft gewaltig.

Von allen Seen aus habt ihr einen tollen Blick auf den Mount Fuji. Der Blick soll vor allem im Frühjahr und Herbst besonders gut sein. Leider nicht während unseres Aufenthalts. Uns bleibt der Blick verwehrt, bis wir im Bus zur Weiterfahrt sitzen. Dann ist er plötzlich frei von Wolken. Der mit Schnee bedeckte Gipfel ist gigantisch schön. Leider ist die Kamera eingepackt. Das Bild vom Handy nicht sehr gut gelungen.

In Kawaguchi liegt übrigens der beliebteste der Fuji Five Lakes.

Den schönsten Blick auf den Fuji mit Pagode bekommt ihr von der Chureit Pagoda. Auch zu sehen auf dem 1000 Yen Schein.

Weitere Infos für Kawaguchi-ko:

  • Unterkunft:  Mt. Fuji Hostel SAMURISE
  • Am besten erkundet ihr die Region per Fahrrad. Bei uns regnet es. Kein Fahrrad für uns, dieses Mal jedenfalls.

Kanazawa

(金沢市)

Die Stadt am Meer zählt nicht für jeden Touristen zum „Must See“ Ziel in Japan. Die einzige Stadt die außer Kyoto von der Zerstörung des Zweiten Weltkriegs verschont wurde, gehört für uns trotzdem zu den schönsten Orten, die wir bis jetzt in Japan gesehen haben. Das Wetter bleibt weiterhin schlecht. Viel Regen, Gewitter und eine nasse Kälte, die uns mehrfach nass und auch fröstelnd in ein Cafe einkehren lässt.

Trotzdem schlendern wir durch kleine Gassen mit originalen Holzhäusern. 

In Kanazawa haben wir das beste Sushi in Japan gegessen, haben ein altes Geishahaus besucht, sind durch einen der schönsten Gärten Japans gewandert und haben das 21st Century Museum of Contemporary Art besucht.

Auf dem Markt haben wir uns durch die Köstlichkeiten Kanazawas „gefuttert“.

Kanazawa bedeutet übrigens „Goldener Marsch“ was dazu führt, dass es unter anderem Eis gibt, das mit Blattgold überzogen ist. Ein Magnet für Touristen aus allen Ländern. Auch ich habe solch ein Eis probiert. Mit Blick auf das Kanazawa Castle und die vielen Bäume mit Kirschblüten. Wunderschön!

Weitere Infos zu Kanazawa:

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